Warum Design Thinking Innovationen ermöglicht

Erfolgsgarant für einen kreativen Innovationsprozess ist nicht ein Übermaß an Zeit, vielmehr ein ein Mangel davon!

Das mag zunächst kontraintuitiv klingen, jedoch hat dieses Phänomen einen Namen und wurde auch wissenschaftlich umfassenden erforscht. Das Stadium, indem unsere Gehirnzellen zu produktiven Höchstleistungen auflaufen, wird als Flow bezeichnet. Dieser Begriff beschreibt genau den optimalen Zustand, indem wir voll und ganz in eine Aufgabe vertieft sind, sodass wir alles andere um uns herum vergessen.

Solch einen Zustand werden wir gewiss nie erreichen, wenn die Deadline zur Abgabe der Ergebnisse noch Tage oder gar Wochen entfernt liegt. — Die Idee für ein neues Produktfeature innerhalb von sieben Minuten zu skizzieren, um sie anschließend vor der Gruppe zu präsentieren hingegen wird absolut sicher einen Flow hervorrufen.

Die lenkende Hand des Design Thinking Facilitators

Der Moderator (Facilitator) eines Design Thinking Workshops hat genau diese Aufgabe, die Teilnehmer des Workshops in einem stetigen Flow zu halten und zugleich die Richtung der kreativen Leistungen in Richtung Kundenbedürfnisse und Lösungsentwicklung zu lenken. Er bedient sich dabei aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Methoden, Tools und Templates, die direkt aus dem Design Thinking selbst kommen oder aus einem der Nachbarbereichen der agilen Arbeitsmethodiken stammen. Ein Design Thinking Workshop ist also immer auch eine Mischung aus Scrum, Lean Startup, Kanban, Google Sprint und vielem mehr. Nirgends besser passt der sonst so überstrapazierte Spruch „Der Weg ist das Ziel!“ als in dem Mund und in den Augen eines Design Thinking Facilitators.

Innovativere Ideen durch klar strukturierte Phasen eines Design Thinking Workshops

Trotz all der neuen Technologien, die uns unterstützen und all dem Wissen, dass wir permanent zugänglich haben, scheitern wir noch immer regelmäßig daran, Innovationen auf Knopfdruck zu erzeugen. Warum ist das so?

Die Antwort hierzu liegt in uns Menschen selbst verborgen, denn es ist die einzigartige Mischung aus Teamfähigkeit und Kreativität, die uns als Spezies Mensch so sehr bei der Entwicklung neuer Lösungen erfolgreich macht. Aber auch trotz aller Teamfähigkeit und Kreativität, per Knopfdruck alleine passiert bei uns dennoch nichts. Was es wirklich braucht, um innovative Ideen zu entwickeln, ist ein strukturierter Prozess des kreativen Schaffens. Für erfolgreiche Design Thinking Workshops kommt hier ein unterschiedliches Setting an vordefinierten Phasen in Frage. Je nach gewünschter Tiefer und individuell vorliegender Ausgangslage variiert die Anzahl dabei typischer Weise zwischen vier und sechs Phasen.

Unabhängig von der tatsächlichen Anzahl der Phasen gibt es ein klares Prinzip, das in keinem Design Thinking Workshop fehlen darf. Gemeint ist das permanente Wechselspiel zwischen divergentem Denken und konvergentem Denken, d.h. der sich abwechselnden Prozess von einem breiten und völlig wertfreien bloßen Sammeln an Ideen und Informationen jedweder Art und dem anschließenden Fokussieren und Auswählen von einigen wenigen Ideen, die praktikabel und sinnvoll erscheinen. Dieses Vorgehensmodell lehnt sich an den Double Diamond Model des British Design Council an, das seit 2005 überaus erfolgreich weltweit im Einsatz ist.

Fazit

Mit weniger Einsatz, mehr erreichen. Auch wenn diese Zauberformel sicherlich nicht von ganz alleine gelingen wird, mit einer klaren Vorgehensstruktur und der Unterstützung durch einen externen Design Thinking Facilitator sind jedoch dem Entwickeln von Innovationen keine Grenzen gesetzt. Und wie der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi gezeigt hat, kann der dabei entstehende Flow auch noch glücklich machen.

Dennis Grönger

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